Die erste Pfeife

 

Der Bericht eines Kunden aus Ecuador über seine erste Pfeifenrauchererfahrung

 

Kurz vorher

Das erste Mal bleibt für immer in Erinnerung heißt es – positiv oder negativ. Ich bin ganz aufgeregt. Heute soll es soweit sein. Endlich. Alt genug bin ich schon lange. Der Gedanke daran bewegt mich seit einiger Zeit. Entscheidungen sind getroffen worden und heute also endlich die Gelegenheit. Mit passender Partnerin – lange genug hab ich Sie gesucht, lang genug auf Sie gewartet. Neerup – ein schöner Name ist schließlich auch Teil einer zukünftigen, so hoff ich, schönen Erinnerung.
 
Pfeiferauchen. Warum eigentlich. Das erste was ich gelesen habe ist, dass es nicht gesünder ist als Zigaretterauchen und das hab ich vor nun schon vielen Jahren aufgegeben. Nichts Gutes also. Vielleicht im Unterbewusstsein verankert – eine Dufterfahrung jüngster Zeit, vom Vater übermittelt. Entspannung suche ich. Ruhemomente. Abschalten. In einem Wort: Disfrutar.
 
Pfeifefinden ist nicht so leicht. Ganze zwei Geschäfte hab ich hier gefunden – hier in Ecuador. Und zwei ist auch schon wohlwollend, denn es handelt sich um eine Kette, wenn man so will. Viele Dinge gibt es dort, wenig Tabak, wenig Pfeifen und keine Auskunft. Also ab in die virtuelle Welt – viele Seiten, nur die wenigsten sind ansprechend. Zufall dann. Lob an Pfeifen-Behrend an dieser Stelle für die schöne Seite auf der man doch aus weiter Ferne angenehm stöbern kann und vielen Dank für die gute und geduldige Beratung. So hab ich mich auch übers Netz doch sehr präsent in Ihrem Laden gefühlt. Also nach einiger Beratung und wertvollen Tipps, Pfeife, Tabak und weiteres Zubehör bestellt. Aber bevor ich jetzt hier sitze wie vor vielen Jahren unterm Weihnachtsbaum und endlich das Päckchen öffnen darf, musste alles einmal um die halbe Welt. Bis zum Abflug meiner neuen Schätze konnte ich alles genau im Internet verfolgen – DHL sei Dank. Dann das große Schweigen. Ich war derweil kurz Galápagos genießen – solange man noch kann (es wird immer teurer und immer bevölkerter) – und Autokaufen (was passendes zur Pfeife). Die hiesige Post, die das Paket ab Ankunft übernimmt, ist zwar Dank französischer und portugiesischer Kooperation besser geworden – aber es ist eben noch kein deutscher Standard. Wenn man so will, haben also eine Menge Personen von vielen Teilen der Welt dazu beigetragen, dass ich heute – im ausnahmsweise – kalten Ambato, in Ecuador, eine Pfeife rauchen kann.
 
So jetzt geht‘s aber los. Gelesen hab ich alles was ich gefunden habe. Youtube Videomaterial durchgesehen. Viele Meinungen - dann kann‘s ja nur noch schiefgehen. Ich werde den Entmystifizierern glauben schenken, kann ja nicht so schwer sein. Also irgendwo sagte irgendwer, stand da irgendwo zum Einrauchen nicht zu süss also Virginia. Na dann heißt meine erste Virginia Neerup – von meiner Pfeife bin ich übrigens begeistert, optisch, haptisch, namentlich. Jetzt hab ich so viel geschrieben und noch nicht mal ein Päckchen Tabak aufgemacht. So viel Vorfreude. Paket ist auf. Alles liegt vor mir. Jetzt aber wirklich.
 
PFEIFERAUCHEN
MMMMMMMMMmmmm….. ich geniesse einfach und

entspanne,
 
lasse den Geschmack des Rauchs des langsam verbrennenden Tabaks meine Zunge umschmeicheln;
ich beobachte wie Sich die eben noch dunkelfarbige Flocken in meiner Pfeife sich in eine Weihnachtliche Schneedecke umwandeln;
Zeit existiert in diesem Raum nicht – für einen Moment dieser Welt – meinen Moment – ganz allein mein Moment;
ab und zu, sehr selten begleitet ein Schluck warmen Tees das Erlebniss
diese Reise in eine warme Welt an einem kalten Tag;
lasse alles an mir vorüberziehen,
Welt sei Welt
und ich bin hier ganz bei mir,
egoistisch im besten seiner Sinne,
meins,
meine Pfeife, mein Tabak, meine Zeit,
meine Welt,
meine Gedanken, mein ich,
ich mit mir,
und…
und das Aroma, das Erlebniss,
alle meine Sinne sind da,
all meine Wahrnehmung,
ist einfach nur Genuss.
Sicher ja ich hab Probleme….ist sie schon zu heiss, die meine? Warum geht sie manchmal aus?
Aber Sorgen mach ich mir keine. Dafür schmeckt es viel zu gut.

Danach
 
Woran merke ich eigentlich, dass eine Pfeife zu Ende geraucht ist?
Es hat mich nichts begleitet. Keine Musik. Kein Handyklingeln. Nicht zu viel Licht. Einfach Ruhe.
 
Es ist gar nicht so schwer wie ich befürchtete, aber komplizierter als ich dachte. Aber immer noch leichter als die Umlaute in meiner spanischen Version des Open Office zu finden. Ich gehe davon aus, dass ich ganz gut gestopft habe – fürs erste Mal. In der Mitte vielleicht etwas zu fest. Es hat Spaß gemacht. Nun lass ich die gute Neerup bis morgen ruhen. Dann werde ich sie reinigen und nach meiner kurzen Fahrt in die Hauptstadt Quito eventuell auch sobald wie möglich wieder verwenden. Sonst eben Samstag. In einem Moment der Ruhe. Ich mag den Geschmack, den der schwarze Luxus da auf meinem Gaumen und Umgebung hinterlassen hat. Vor mir liegt ein Friedhof von Streichhölzern – aber so soll das wohl sein bei uns Anfängern.
 
Ich kam nach Hause und konnte es kaum erwarten. Aber ich habe mir Zeit genommen. Das Paket noch einmal ausgepackt als sei es das erste Mal. Die Vorfreude ungebrochen. Ich habe es mir bequem gemacht, Wasser aufgesetzt und einen Tee zubereitet. Da ich mich ein wenig fühle wie als kleines Kind zu Weihnachten einen Apfel-Zimt-Tee. Hier wird das aromatisches Wässerchen genannt. Tee ist nur der schwarze, ursprüngliche Tee. Es ist relativ dunkel. Aus dem Fenster sehe ich die Stadt und ihre Lichter. Still bis auf ein paar wenige vorbeifahrende Autos. Trotz ihrer relativen Größe ist es vom Gefühl her eher kleinstädtisch, ja wenn nicht gar dörflich. Es gibt zwar keine Jahreszeiten, aber Juli und August sind doch etwas kälter – weihnachtlich, winterlich wenn man mag. Auf jeden Fall von der Stimmung her.
 
Das war sie dann wohl. Die erste gerauchte Pfeife. Und? Alle Vorfreude hat sich ausgezahlt. Alle Erwartungen haben sich erfüllt. Alle und doch keine. Ich hatte keine genauen oder nicht einmal etwaige Vorstellungen über Geschmak, das wie und warum eigentlich. Keine Fragen hatte ich und doch so viele. Aber dann habe ich es einfach getan. So als sei es etwas was ich schon immer tue. Ich kannte den Geschmack, das Gefühl – ein alter, sehr guter Bekannter. Geborgenheit. Sicher werde ich mit der Zeit besser werden. Aber es war einfach schön. Angenehm. Gemütlich. Und es hat Spaß gemacht.
 
Jetzt genieße ich weiter den leckeren Geschmack in meinem Mund. Und werde etwas lesen. Entspannung hat gerade erst begonnen. Hobby möchte ich es nicht nennen. Zeitvertreib auch nicht. Es ist eine neue Art zu entspannen. Eine neue Art zu genießen. Eine neue Art für mich. Ich bin Pfeiferaucher.

 

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